Das Gedenkhaus von Martin Kukučín in Jasenová

Das dem slowakischen realistischen Schriftsteller, Dramatiker und Arzt, Martin Kukučín (17.5. 1860 Jasenová – 21.5. 1928 Pakrac, Kroatien) gewidmete Gedächtnishaus steht im Dorf Jasenová, 5 km von Dolný Kubín entfernt. Es erhielt sich hauptsächlich dank der Rekonstruktion im Jahr 1960, in welcher Zeit es auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Der Vater des Schriftstellers, Ján Bencúr, ließ es im Jahr 1856 bauen, was auch die im Tragbalken eingeritzte Inschrift bezeugt. Das Haus mit den nahegelegenen Wirtschaftsgebäuden stellt ein geschlossenes Ganzes dar, das mittels seines inneren und äußeren Aussehens jene Umgebung vergegenwärtigt, in der dieser hervorragende Schriftsteller geboren und aufgewachsen war.
Im Jahr 2010 begann das Museum Orava anlässlich des 150. Geburtstages von M. Kukučín mit der Wiederherstellung des Areals und der Ausstellung, in der es damals noch keine literarische Abteilung gab. Der Eingangsraum bringt Besuchern das Leben und die literarische Tätigkeit des Autors an der Wende des 19. und 20. Jahrhunderts näher. Der Vorderraum und die Küche sind mit historischen bäuerlichen Möbeln so ausgestattet, wie es zu Lebzeiten des Schriftstellers aussehen konnte. In den anderen zwei Räumen wird visuell und textuell nicht nur sein Ahasver-Schicksal, sondern auch seine umfangreiche literarische Hinterlassenschaft veranschaulicht. Einige Ausgaben seiner literarischen Werke, die aus fast
100 Erzählungen, Novellen, Skizzen und Märchen ausgewählt wurden, ergänzen die gesamte Ausstellung. Dazu werden auch drei Theaterstücke, drei Reiseberichte und einige umfangreiche Romane gezählt. Als Besonderheit gelten die Filmausschnitte seiner verfilmten Erzählungen Neprebudený (Unaufgeweckt), Rysavá Jalovica (Die fuchsrote Färse) und anderer Werke. Im Wirtschaftsgebäude und im Vordach bei der Eingangstür sind die Werkzeuge und Geräte ausgestellt, die bei landwirtschaftlichen Arbeiten und zur Erledigung der Haushaltsarbeiten benutzt wurden. In der unmittelbaren Umgebung vom Areal, im nahegelegenen Park, befindet sich die überlebensgroße Statue Martin Kukučíns vom akademischen Bildhauer, Ján Kulich.


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