Historische Exposition

Burg Orava, ein nationelles Kulturdenkmal, ist ein historicher Komplex, welcher die architektonischen Stilrichtungen jeweiliger historischer Etapen, seine ursprüngliche Nutzung und zeitgemässige Umbauten dokumentiert. Expositionen sind auf Dokumentation des mittelalterlichen und neuzeitigen Wohnungsstyl orientiert, sowie auf historische Typen und Arten von Kriegstechnik, künstlerisches Empfinden jeweiliger Jahrhunderte, transfomiert in künstlerische und nützliche Komplemente des Interieurs und bildender Kunst.

Das Zweite Tor
Das zweite Burgtor mit der Fallbrücke stammt aus Jahre 1543, in dem es Ján Dubovec, während einer der Umbauten errichten lies.

Blick aus dem Hauptvorhof auf die Burgobjekte
Hauptvorhof mit dem Blick auf das Objektenkomplex der unteren, mittleren und teilweise oberen Burg.
(Foto: M. Žmijovský)

Erste Burggallerie
Repräsentatives Raum des Palais Thurzo – Adels-rennaisance Sitz. Palais wurde Anfang des 17. Jahrhunderts durch Juraj Thurzo erbaut. Hier befindet sind eine Kollektion von Neo-Rokoko-Salon-Mobiliar aus der 1. Häfte des 19. Jahrhunderts stammend, aus unterschiedlichen Gebrauchsartikeln bestehend, welche das Museum Orava von M. Jagnešák geschenkt bekommen hat.

Portrait von Edmund Zichy
Initiierte die Gründung des Museums des Kompossesorats Orava und unterstützte es finanziell. Er wurde 15.11.1862 zum Direktor des Gutes von Orava gennant. Das Bild ist der Bestandteil der Kollektion von Ölgemälden der 1. Burggallerie.

Westliche Bastei
Runder zweistöckiger Turm mit Kanonenschlitzen, welchen in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts Ján Dubovec erbauen lies. Exposition derzeiteger Gewehre und Rüstung im Kontext jeweiliger historischer Typen und Arten.
(Foto: M. Žmijovský)

Mittlerer Vorhof mit Steinbrunnen
Franziskus Thurzo lies den Brunnen Mitte des 16. Jahrhunderts ausheben. Der Brunnen sollte das Problem der Wasserversorgung in diesem Burgteil lösen. Ein Keller in Hufeisenform wurde zugleich ins Gestein gehauen, der durch Holztore abgeschlossen wird.

Rittersaal der mittleren Burg
Einer der interessantesten Räume des Corvinus Palais Wohnflügels, dessen Mobiliar den mittelalterlichen Wohnstyl immitiert. Corvinus Palais wurde Ende des 15. Jahrhunderts durch Matheus Corvin erbaut, mit der Nutzung von neogotischer architektonischer Elemente.

Detail der Wandmalerei im Rittersaal
Malereien stammen aus der Epoche des romantisch gerichteten Umbaues Anfang des 20. Jahrhunderts und wurden von Maler Maximilian Mann fertiggestellt.

Wandwappen in Palais von Ján Dubovec
Wandmalereien der Wappen von Franziskus Thurzo und seiner ersten Ehefrau Barbora Kostková, stammen aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts und befinden sich auf einer der Wände des Palais von Ján Dubovec, welches in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts erbaut wurde.

Zitadelle der Burg Orava aus der nördlichen Seite
Winterliche Szenerie der oberen Burg zusammen mit dem verschneiten westlichen Teil des Gebirges Hohe Tatra im Hintergrund.

Blick ins Interieur der Zitadelle
Der älteste und höchste Teil der Burg Orava ist die Zitadelle, erbaut in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Diente als Militär-, Wacht- und Schutz- Festung zeitgemäss des romanischen Baustyls.

Mediathek
Dramatische Szenerien der Burg Orava reizen Filmemacher seit mehr als 100 Jahren. Madiathek ist eine originelle Exposition, auf die Filmhistorie der Burg Orava orientiert. Das Ziel der neuen Exposition, die sich in der Zitadelle der Burg Orava befindet, ist es das Enstehen des Filmes nahezubringen und auf die Märchen und Filme die auf der Burg gefilmt worden sind, aufmerksam zu machen.

Naturwissenschaftliche Exposition

Naturelle Werte des Gebietes sind ein gleichwertiges Element zu kultulleren und historischen Werten und die naturwissenschaftliche Exposition ist eine der Möglichkeiten, das Region auch aus der Sicht der naturellen Verhältnisse vorzustellen. Zur Errichtung der neuen Exposition hat sich das Museum Orava Ende des Jahres 2006 entschlossen und die Exposition wurde für die Besucher am 21.6.2007 feierlich eröffnet.

 

Naturwissenschaftliche Exposition befindet sich in den Räumen des sogenannten Palais von Ján Dubeci und zwar auf zwei Stockwerken, durch Treppenhaus und Flure verbunden. Exposition orientiert sich auf Präsentation charakteristischer Elemente und Einzelarten des naturellen Gebietes von Orava, mittels Sammlungsartikel, Bilderdokumentation und Texte.

 

Im Eintrittsraum der Exposition findet man eine kurze Historie der Entstehung des Museums auf Burg Orava, einschliesslich Andenken an die bedeutenden Persönlichkeiten, die an der Errichtung des Museums teilgenommen haben (Edmund Zichy – Direktor des Kompossesorats von Orava, William Rowland – oberer Forstmeister, Förster Anton Kocyan und Jozef Guber). In diesem Teil findet man in den Vitrinen auch die ältesten Exponate, wie z.B. Präparat des Adlerweibchens, der Eider, des zweiköpfigen Kalbes (Abnormalität), Geiers, Proben der Erde, älteste Auflistung zoologischer Präparate u. Ä. Dominant ist auch der geräumige Ausschnitt einer 400-jährigen Tanne aus dem Tätigkeitszeitraum von W. Rowland in Orava.

 

Im ersten der grösseren Räume findet man den Einführungsteil der naturwissenschaftlichen Exposition, wo eine Skizze des derzeitigen Naturstandes der Region Orava dargestellt ist. Hierzu dient eine elementare geographische Landkarte, interessant ist aber auch das Exponat der so genannten Kogutzowicz Karte aus dem Jahr 1904, die es dem Besucher erlaubt, die regionalen Änderungen, welche nach dem administrativen Abtrennen eines Gebietsteiles zugunsten von Polen, sowie nach dem Erbauen der Talsperre von Orava (manche Örter wurden dabei überflutet) erfolgten, zu erkennen. Schwerpunkt ist die detailiertere Beschreibung der Lage und Landfläche, geologischer, geomorfologischer, klimatischer und hydrologischer Verhältnisse, um reiche Fotodokumentation ergänzt. Besucher findet hier auch manche Merkwürdigkeiten über Abbau von nutzbaren Bodenschätzen (Torf, Lignit, Eisenerz) und und ein Muster paleontologischer Fundstücke.

 

Bereits im ersten Raum wird der Besucher durch grossräumige Vitrinen in Kombination mit Paneelen beeindruckt, in dennen mittels Dioramen auf fotografischen Hintergrund typische und flächig am meisten vertretene Biotopen, präsentiert sind. Dies alles mit der Betonung auf charakteristisches Flora und Fauna. Erster Teil der Exposition stellt die Elemente der Kulturlandschaft dar, Gewässer und Ufergelände, Wiesen, Weiden und Torfgrund. Zweiter Teil der Exposition setzt im nächsten Stock fort, wo weitere charakteristischen Biotope präsentiert werden, die auf Laub- und Nadel- Wälder und Zwergkiefergebiet aufgegliedert sind. Durchgangsräume sind mit durchleuteten Wänden ausgefüllt, auf dennen Farbfotografien von wertvollen und gefährdeten Fauna-, Flora- und Pilz- Spezies situiert sind. Eine der Besonderheiten dieser Exposition ist die Möglichkeit, sie während der sogenannten Nachtführung anzuschauen, was eine spezifische alternative Beleuchtung der Räume und Exponate ermöglicht.


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Ethnografische Ausstellung der Burg Orava

„Traditionen der Volkskultur in Orava“ Die Region Orava wird stets als ein an materielle und geistige Volkskultur reiches Gebiet
angesehen. Eine neue, auf dem Gelände vom Dubovský-Palais (Burg Orava) installierte, ethnografische Ausstellung verbildlicht gerade diese Mannigfaltigkeit der traditionellen Werte und stellt eine visuelle Wahrnehmung in den Vordergrund. Durch ausgelesene ethnografische Exponate mit beträchtlicher Aussagekraft und den spezifischen Kennzeichen der Volkskultur in Orava wird die von standortsbezogenen Besonderheiten, eindrucksvoller Symbolik und Dekorationsmotiven geprägte Individualität des Künstlers dargestellt. Die wichtigsten Jahresbräuche, die noch bis heute mehr oder weniger in dieser Region herrschen und reichlich fotografisch dokumentiert sind, sollten den Besuchern die geistige Kultur der Region Orava näherbringen. Der spezielle Teil der ethnografischen Ausstellung „Niederer Adel in Orava“ präsentiert anhand ausgewählter Exponate den Status, die Kultur und die Traditionen des niederen Adels in Orava, wobei seine neu erworbene gesellschaftliche Anerkennung und seine Tätigkeiten hervorgehoben werden. Der niedere Adel als Teil der regierenden Klasse war in der Vergangenheit vor allem im öffentlichen Leben und in der Verwaltung aktiv. Dafür verdienen sich die Mitglieder desAdels in Orava auch in der Gegenwart seinen repräsentativen Platz in den Räumen der Burg
Orava.
Die neue Ausstellung bietet Jahr für Jahr ihren Raum zur Präsentation der Veranstaltungen, die sich sowohl mit alten, als auch mit neuen Aktivitäten des Adels in Orava befassen. Die Nachkommen der alten Geschlechter in Orava vervollständigen die Sammlung durch wertvolle Artefakte, die sie mit ihrer ruhmreichen Vergangenheit verbinden. Der dritte, sog. offene Teil der Ausstellung wurde so entworfen, dass er änderbar und periodisch verwechselbar ist, um praktische und einfache Änderungen in den Installationen durchführen zu können. Das entworfene Konzept bietet den Raum für verschiedene Themenbereiche aus der traditionellen Volkskultur Oravas, die regelmäßig abgewechselt und aktualisiert werden. Da der Raum über eigene Beschallung verfügt, ermöglicht er die Verwirklichung der „expositions vivum“ – der lebenden Ausstellungen, die Vergangenheit und Gegenwart verbinden. Zur Ausstellung gehört auch eine multimediale Präsentation.


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Archeológia v citadele Oravského hradu

HORNÝ HRAD:

Najstaršia a najvyššie položená časť hradu. Pochádza z 13. storočia, keď vznikol románsky hrad. Horný hrad slúžil ako kasárne pre vojsko, sklad núdzových zásob pre prípad obliehania a tiež ako obytný priestor. Pôvodne ho tvoril komplex rôznorodých budov. Zo stavebných prvkov pôvodného Horného hradu sa do súčasnosti zachovalo málo.V 2. polovici 16. storočia ho František Turzo architektonicky zjednotil a prestaval v renesančnom slohu. Drevené časti nahradil kameň a múry boli zosilnené. Po požiari došlo k úprave Horného hradu a súčasnú podobu získal v rokoch 1953 až 1969 počas generálnej opravy.
Vstupná miestnosť:
Stredom miestnosti je cisterna (tzv. dažďová studňa), hlavný zdroj vody v tomto priestore. Na stene sa nachádzajú informačné panely, znázorňujúce pôvodný výzor cisterny a spôsob získavania dažďovej vody zo striech, ale i jej komplexná rekonštrukcia.

 

Archeologický výskum Oravského hradu a jeho výsledky

Na Oravskom hrade a v jeho bezprostrednom okolí pôsobil v druhej polovici 19. a na začiatku 20. storočia Mikuláš Kubínyi. Vykonal archeologický výskum pod Oravským hradom, kde začal skúmať pohrebisko lužickej kultúry. Nevieme o tom, že by spomínaný bádateľ viedol archeologický výskum aj priamo na hrade. Za jeho života sa vykonávala romantická rekonštrukcia časti stredného hradu, pri ktorej boli zrejme objavené mnohé zaujímavé artefakty, avšak tieto aktivity nesúviseli s cieľavedomou výskumnou činnosťou. V päťdesiatych a sedemdesiatych rokoch 20. storočia sa uskutočnila rozsiahla generálna obnova Oravského hradu. Jej súčasťou boli stavebné aktivity, rekonštrukčné práce na objektoch stredného a horného hradu, ale aj vybudovanie inžinierskych sietí a ďalšie činnosti. V tom čase pôsobil vo funkcii riaditeľa Oravského múzea, v správe ktorého hrad sa nachádzal, archeológ Pavol Čaplovič. Napriek niekedy veľmi zložitej situácii snažil sa zachraňovať archeologický materiál, a pokiaľ mu to okolnosti dovolili mapovať nálezové kontexty. Za takýchto podmienok boli na Oravskom hrade v päťdesiatych rokoch 20. storočia vykonané prvé archeologické výskumné aktivity. Ako nás vo svojich štúdiách informuje Pavol Čaplovič, množstvo nálezov pochádzalo z územia hlavného nádvoria. Ďalšie nálezy pochádzajú z prístupovej komunikácie smerujúcej od prvej hradnej brány k hlavnému nádvoriu. Archeologický materiál bol však objavený aj na ďalších miestach hradu a jeho bezprostredného okolia. Výskum v týchto časoch sa sústreďoval takmer výlučne na praveké a včasnodejinné obdobie. Od roku 1968, keď bol hrad slávnostne otvorený, sa archeologický výskum na veľmi dlhé obdobie odmlčal. Nová etapa archeologického výskumu na Oravskom hrade nastala na začiatku nového milénia. V roku 2003 sa uskutočnil záchranný výskum na druhej terase hlavného nádvoria. Výskum potvrdil predpoklady o opodstatnenosti systematického skúmania hradného areálu, o jeho prínose pre objasnenie dejín Oravského hradu. Ďalší rozsiahly archeologický výskum hlavného nádvoria ako aj nádvoria stredného hradu sa vykonal v rokoch 2008 - 2010. Výskumné aktivity priniesli množstvo cenných poznatkov o architektonickom vývoji hradného areálu. Objavili sa stavebné časti neznámych zaniknutých objektov, zdokumentovali sa praveké, stredoveké ako aj novoveké nálezové situácie. Výskumnými aktivitami získalo Oravské múzeum množstvo archeologického materiálu, ktorý nielen rozmnožil zbierkový fond múzea, ale niektoré exempláre obohatili expozíciu, v ktorej sa práve nachádzate.

 

Osídlenie hradného brala od praveku po novovek

Súčasná podoba hradného areálu je výsledkom dlhodobého architektonického vývoja, ktorého počiatky spadajú do 13. storočia a posledné slohové úpravy sa vykonali v minulom storočí. Strategická poloha hradného brala nad dôležitou dopra
dopravnou komunikáciou vedúcou údolím Oravy však priťahovala pozornosť podstatne skôr, ako vznikol rozsahom neveľký, ale významom dôležitý románsky murovaný hrad.
Osudy hradnej vyvýšeniny sú úzko prepojené s blízkym okolím. Najstaršie nálezy z katastrálneho územia Oravského Podzámku pochádzajú zo staršej a neskorej doby kamennej. Ide však o ojedinelé a pomerne sporné nálezy, ktoré zatiaľ neumožňujú konkrétnejšie závery o tejto dejinnej epoche. Počiatky súvislejšieho osídlenia tohto územia spadajú do mladšej doby bronzovej, z ktorej pochádza preskúmané pohrebisko lužickej kultúry v obci. Podľa Pavla Čaploviča najstaršie doklady osídlenia samotného hradného návršia pochádzajú z doby halštatskej, keď tu vzniklo opevnené sídlisko. Hradné bralo bolo v neskorej dobe laténskej a v staršej dobe rímskej (2. stor. pred Kr. – 2. stor. po Kr.) osídlené ľudom púchovskej kultúry. Stavebné aktivity v päťdesiatych rokoch 20. storočia zachytili zvyšky pravekého valu, ktorý chránil sídlisko na hradnom brale. Obranný val bol objavený v priestore Archívnej bašty a druhej hradnej brány. Nálezy púchovskej kultúry pochádzajú tiež z hlavného nádvoria, ako aj zo svahov pod hradnými múrmi na obidvoch brehoch potoka Račová. Krátke využitie hradného areálu v mladšej dobe rímske, resp. v dobe sťahovania národov ( koniec 4. stor. po Kr. – 5. stor. po Kr.) dokladajú fragmenty keramiky. Na hlavnom nádvorí boli objavené aj zlomky slovanskej keramiky z 9. storočia, ktoré sú jednoznačným dôkazom o osídlení priestoru súčasného hradu Slovanmi. Je pravdepodobné, že Slovania využili na tejto lokalite zvyšky starších fortifikácií, avšak dôkazy zatiaľ nemáme k dispozícii. V sekundárnej polohe boli objavené fragmenty keramiky z mladšieho obdobia, datované rámcovo do 13. - 15. storočia. To už je však obdobie, v ktorom tu stál kamenný hrad, a z ktorého máme písomné pramene. Najstaršia známa písomná zmienka o už existujúcom hrade pochádza z roku 1267.


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