KURZE ZUSAMMENFASSUNG DER MUSEUMSHISTORIE

 

Die nationelle Bewustwerdensbewegung in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts hat sich in jeweiligen Regionen konditionsbedingt, durch Bemühungen um Schaffung lokaler kulturellen Institutionen gezeigt.

 

Im Region Orava wurden allmählich zwei Zentren kultureller Aktivitäten aufgebaut: in Dolný Kubín und später in Oravský Podzámok. In Dolný Kubín entwickelte sich in Jahren 1837 – 1848 dank der Kulturschaffenden Leopold Bruck, Pavol Zoch, Juraj Matuška und weiteren, die Tätigkeit ´Pädagogische Gesellschaft der Bruderschaft von Orava´. Sie konzentrierte sich auf Erziehung der Lehrer und Lehrernachwuchses, welche auf diese Art gewonnenen Kenntnisse an derren Schüler weitergeben sollten und somit einer Hebung der Bildungsfähigkeit auf Orava beitragen sollten.

 

Privater Buchsammler Vavrinec Čaplovič schenkte im Jahr 1839 seine Sammlung der heimischen Orava. Die Sammlung umfasste 20.000 Bücher und unterschiedliche museele Artikel /Sammlungen von Lankarten, Münzen, verschiedene physikalische, matematische, ärtzliche und weitere Instrumente/. Dolný Kubín wurde zum Sitz der Čaplovič Bücherei.

 

In demselben Jahr entstand auch die ´´Gelehrte Gesellschaft der Liebhaber Čaplovičs Bücherei´, die sich auf fachliche und volksbildende Tätigkeiten focusiert hat und folgte im Prinzip die gleichen Ziele als später ´´Matica Slovenská´´. Gelehrte Gesellschaft diente aber ausschliesslich den Einwonehrn des Orava-Komitäts. Anfang der 60. Jahre ist dank Daniel Szontagh eine ´aktionäre Gesellschaft der Čaplovič Bücherei´´entstanden, derren Aktivitäten endeten aber nach knapp zwei Jahrzehnten. In der nächsten Phase hat die Čaplovič Bücherei Tätigkeiten einer öffentlichen Institution unter der Verwaltung der Instanz Orava ausgeübt. Im Zeitraum 1905 – 1911 wurde für die Zwecke der Bücherei ein neues Gebäude gebaut.

 

Oravský Podzámok wurde zu zweitem Zentrum der kulturell-musealen Bemühungen. Historische Dominante der Region Orava – die Burg Orava, wurde zum geeignetem Raum für die Aufbewahrung des Sammelfondes.

 

Graf Edmund Zichy wurde 1862 der Direktor des Komposesorats Orava und hat die Reorganisierung der ganzen Adelsherrschaftsstruktur gestartet. Mit der Ausübung der geplanten Änderungen, beauftragte er den Forstmeister Wiliam Rowland und Mikuláš Kubíny hat er die rechtliche Agenda übergeben.

 

Wiliam Rowland konzentrierte sich zuerst auf fachliche Lehrung des Herrenpersonals im Bereich Forstwirtschaft, Nützung technischer Einrichtungen und Erkennung nützlicher Tiere, sowie Schädlinge. Bei seiner Arbeit der Qualifikationshebung von Arbeitern, wendete er anschauliche Hilfsmittel an – Präparate der Tiere, hölzerne Modelle technischer Einrichtungen (Walken, Mühlen, Pressen, Brückenbauten, Fischteiche, Flösse, etc.), die sich auf dem Gebiet der Herrschaft Orava befindet haben. Gerade diese reiche Sammlung an hölzernen Modellen und Präparaten wurde zur Basis der musealen Fonde des zukünftigen Museums Orava, mit dem Sitz auf der Burg Orava.

 

Im Jahr 1867 nahm Wiliam Rowland mit den angeführten Artikeln an der wirtschaftlich-förstlicher Ausstellung in Budapest teil, nach derren Schluss die Modelle und Präparate in den leeren Räumen der Burg Orava ausgestellt worden sind und somit der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

 

Im Jahr 1868, wie Wiliam Rowland selbst erwähnt, ist das Museum der Herrschaft Orava entstanden. Fond des Museum der Herrschaft Orava wurde allmählich um Sammlungen verschiedenen Charakters ergänzt, auf Bildung derrer sich im Gebiet der Naturwisschenschaften vor allem Wiliam Rowland, Jozef Guber, Anton Kocyan beteiligt haben, im Gebiet der Archeologie Mikuláš Kubíni, der mit Forschung und Verfolgung der urweltlichen Fundstücke des Regions Orava beauftragt wurde. Im Zeitraum 1882 – 1886 realisierte er auf eigene Kosten archeologiche Ausgrabungen und bereicherte das Museum um einen prachtvollen Schatz von goldenen und silbernen Münzen aus der Barbarenperiode. Ausser der archeologischen Tätigkeit widmete er sich auch der Archivarbeit.

 

Zu den urprünglichen Sammlungen des Kompossesorates gehörten auch Artikel aus der Burgwaffenkammer. In Jahren 1906 – 1012, nach Beendung der Restaurierungs- und Erneuerungs- Arbeiten des Interieurs der mittleren Burg - Corvinus Palais, wurden die Räume um Kopien des zeitgemässigen Mobiliars bereichert, die den Museumsbesuchern Muster des mittelalterlichen Wohnstyles nahe gebracht haben.

 

1925 versammelten sich auf der Burg Orava Initiatoren der Erneuerung musealer Tätigkeit in Region Orava (Pavol Florek, Mikuláš Kubíni, Ján Smetanay, Štefan Matuška, etc.), um die Gemeinschaft des Museums Orava mit dem Sitz in Dolný Kubín zu gründen. Hauptzweck war eine Bereicherung der musealen Sammlungen der Čaplovič Bücherei und Rettung urweltlicher, historicher, naturwissenschaftlicher und etnographischer Denkwürdigkeiten von Orava. Museale Artikel wurden ursprünglich in Räumen der Čaplovič Bücherei aufbewahrt und teilweise entnommen und veröffentlicht.

 

1954 kam es in Dolný Kubín zur Gründung des Hviezdoslavs Museum, zur dessen Grundlage die personellen Denkwürdigkeiten des Dichters wurden. In Räumen der Čaplovič Bücherei konzentrierte sich der historische Büchereifond zusammen mit bildenden Sammlung und Landkartensammlung. Artikel heimatskundlichen Charakters wurden in Räume des Museums auf der Burg Orava in Oravský Podzámok umgezogen und somit wirkten ab diesem Punkt zwei eigenständige Museen in der Region Orava.

 

Ein bedeutender Meilenstein der Museumstätigkeit war Aufbau des Museumsdorfes der Region Orava in Zuberec, mit der Präsentation etnographischer Sammlungen. Für die Öffentlichekeit wurde es 1975 zugänglich gemacht. Aufgrund der Entscheidung des Kultulministeriums der Slowakei, überging 1991 das bewegliche Gut des Museumsdorfes der Region Orava, durch Delimitation, unter die Verwaltung des Ortes Zuberec.

 

Museum des Kompossesorates Orava wurde 1956 auf Heimatkundliches Museum Orava umgennant und 1980 kam es zur Fusion des Museums von P. O. Hviezdoslav und des Heimatskundlichen Museums Orava, wodurch das einzige Museum in Orava entstand. Museum hat den Namen Museum Orava bekommen, sitzend in Dolný Kubín. Unter die Verwaltung des Museums gehörten die Burg Orava in Oravský Podzámok, Literarisches Museum P. O. Hviezdoslava und Čaplovič Bücherei in Dolný Kubín, Museumsdorf der Region Orava in Zuberec und Exposition von Hviezdoslavs Werk ´´Hájnikova žena´´ in Oravská Polhora (1979 dem Museum angegliedert).

 

1983 übernahm das Museum auch Gedenkhaus von Martin Kukučín in Ort Jasenová unter seine Verwaltung und kam in demselben Jahr kam es zur wiederholten Umbennenung des Museums und zwar auf das Orava Museum P. O. Hviezdoslava, das diesen Namen bis zum heutigen Tage trägt.